Externe Meinungen beim Devisenhandel


Der Stellenwert von Meinungen beim Devisenhandel: „Was meinst du“, „was denkst du“ „siehst du das auch so“ „ich denke das…“ Das günstigste Gut sind Meinungen und die meisten Menschen haben viele davon. Der Austausch mit Gleichgesinnten ist wichtig und zugleich gefährlich für einen Trader. Wir müssen daher zwischen hochwertigen und minderwertigen Meinungen unterscheiden lernen. Im Zeitalter des Internets finden wir zu wirklich jedem Thema die verschiedensten Meinungen und Stellungnahmen. Wir haben Google, Foren, Chats, Facebook, Twitter, Blogs… usw. zur Verfügung. Die Inhalte sind umfangreicher, wie wir überhaupt in der Lage wären täglich zu verarbeiten.

Wie erkennt und unterscheidet man eine nützliche konstruktive Meinung von einer nutzlosen? Eine Meinung ist umso wertvoller, je besser man die Gedankengänge nachvollziehen kann. Sagt zum Beispiel jemand, „ich denke so langsam könnte der EUR-USD Kurs mal wieder steigen“ dann können wir mit dieser Meinung nichts anfangen, da uns wichtige Hintergrundinformationen fehlen. Wir wissen nicht, welche Gedankengänge und Parameter zu dieser Meinung geführt haben. Das ist der erste wichtige Punkt, der eine Meinung interessant macht oder nutzlos erscheinen lässt.

Als nächstes ist es wichtig zu wissen, welche Parameter zur Meinungsbildung beigetragen haben. Halten wir diese Parameter für sinnvoll, kann die Meinung wertvoll für uns sein. Sagt zum Beispiel jemand, „Der Euro steigt nächste Woche, weil die Sternenkonstellation mir dies angezeigt hat“, dann haben wir sehr wichtige Informationen erhalten und können im nächsten Schritt beurteilen, ob wir die Sternenkonstellation ebenfalls für relevant für die Kursentwicklung halten, oder eben nicht.

Interessant ist, dass es tatsächlich Marktteilnehmer gibt die solche Parameter in die Kuranalyse mit einbeziehen. Überhaupt gibt es die unterschiedlichsten Parameter und deshalb auch zahlreiche verschiedenartige Meinungen. Generell gesprochen, sollten wir die Meinung eines anderen nicht als falsch oder richtig beurteilen, es ist eine Meinung, nicht mehr und nicht weniger und jeder hat das Recht seine Meinung kundzutun. Unsere Aufgabe als Trader ist es lediglich zu beurteilen, ob die Meinung für uns nützlich und interessant ist, oder nutzlos bzw. unbrauchbar.

In jedem Bereich ist es wichtig zu wissen, mit welchen Parametern die besten und größten Teilnehmer arbeiten, jene die an der Spitze mitspielen. Diese benutzen in der Regel so genannten systemrelevanten Parameter. Gleichgesinnte zu finden, die ebenfalls mit systemrelevanten Parametern arbeiten und darin schon eine gewisse Erfahrung aufweisen können, kann den eigenen Lerneffekt stark beschleunigen. Der Austausch mit dieser Gruppe kann als äußerst sinnvoll und hochwertig angesehen werden. Beim Devisenhandel gibt es entscheidende fundamentale Parameter und entscheidende technischen Parameter. Dabei gilt der oft zitierte Satz von Goethe „ Was man weiß, sieht man erst!“ Anfänger bevorzugen in der Regel die technische Seite und je fortgeschrittener ein Trader wird, desto größer wird auch sein Interesse sein noch tiefer eintauchen zu wollen. Der nächste Schritt ist dann das Verstehen und Erlernen der fundamentalen Marktmechanismen.

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2 Antworten auf Externe Meinungen beim Devisenhandel

  1. Alex sagt:

    Wie wahr, wie wahr.
    Habe mich vor kurzem erst, von einer anderen Meinung beeinflussen lassen, was sich im nach hinein als Fehler, heraus gestellt hatte.
    Wenn, ich meiner eigenen Meinung treu geblieben wäre, hätte ich mir einiges an Ärger erspart.

  2. d.stefan sagt:

    Warum nehme ich eine Meinung von jemandem und nehme diese wichtiger als meine eigene. Es ist doch nur die Unsicherheit oder die Angst man könnte selber falsch liegen.
    So ist das bei uns Menschen Angst vor Fehlern, statt diese zu machen und daraus zu lernen, hören wir lieber auf Andere. Wenn man damit dann falsch liegt, kann man ja immer noch den anderen die Schuld geben, weil man ja selber keinen Fehler gemacht hat. Also lieber selber die Augen öffnen und schauen was ist sinnvoll und was nicht.

    Stefan D.

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