Leidenschaft Devisenhandel


Leidenschaft DevisenhandelAls Marc Rich, der größte und mächtigste Rohstoffhändler der Welt gefragt wurde, warum er trotz der Milliarden die er verdient habe nicht aufhören könne mit dem Handel sagte er: „Ich liebe das Geschäft. Jeder Dollar den ich verdiene ist wie mein erster Dollar.“ Es ist eine Art Rastlosigkeit, ein Getriebensein auf der Suche nach dem nächsten Deal. Lange geht es nicht mehr ums reine Geld verdienen, vielmehr ist der Antrieb das immer wieder neu entstehende Gefühl des Erfolgs bei einem guten Deal.

Der stärkste Antrieb eines Händlers ist also ein Gefühl, das entsteht, wenn ein Handel erfolgreich abgeschlossen wurde. Einfach ausgedrückt ein Erfolgserlebnis. Wer dieses Ziel ins Auge fasst, wird unweigerlich mit dem Handel viel Geld verdienen können. Etwas was zur Leidenschaft wird, kann nur schwer gestoppt oder zum Scheitern gebracht werden.

Was ist der Unterschied zwischen einem Rohstoffhändler, einem Devisenhändler oder einem Händler in einem anderen Markt? Die Grundmotivation ist immer die gleiche, nämlich einen erfolgreichen Trade bzw. Deal abzuschließen. Der Unterschied besteht nur darin, dass jeder Markt seine eigenen Regeln hat und die muss man bis ins Detail kennen, wenn man erfolgreich sein möchte.

Etwas was alle erfolgreichen Händler gemeinsam haben ist das Gespür für gute Möglichkeiten. Wo wird das Geld verdient und wo wird das Geld verloren? Eine gute Chance zu erkennen kann Gold wert sein, eine schlechte Chance wahrzunehmen, aufgrund mangelnden Wissens und Verständnis kann viel Geld kosten.

Wie erlangt ein Händler diese Fähigkeiten, die es ihm ermöglichen gute Trades / Deals zu erkennen und abzuschließen? Eines ist Gewiss, niemand wird mit diesen Fähigkeiten geboren und in der Schule oder im Studium bekommt man diese notwendigen Dinge ebenfalls nicht beigebracht. Zu den Zeiten eines Marc Richs lernten die neuen Händler von den erfahrenen alt eingesessenen Händlern, die den Markt schon über viele Jahre kannten. Ein neuer Händler musste sich von ganz unten hocharbeiten und bewähren. Er musste zeigen, dass er den unbändigen Willen besitzt es zu schaffen. Händler mit überdurchschnittlichem Fleiß wurden gefördert und bekamen die Chance in die Tiefen des Marktes einzutauchen. Die Fehler der neuen Händler wurden toleriert denn man wusste, dass sie Teil des Lernprozesses sind. Deshalb begannen die neuen Händler zuerst kleine Deals abzuwickeln und mit der Zeit, mit der Erfahrung wuchsen auch die Aufgaben. Es war also ein Prozess den jeder Händler durchlief, jeder startete von ganz unten und konnte ganz oben enden um wiederum Einsteiger in das Geschäft einzuweisen. Von Zeit zu Zeit gab es Quereinsteiger, zum Beispiel Anwälte, die direkt führende Händlerpositionen einnahmen ohne den Lernprozess zu durchlaufen. Diese Vorhaben gingen in der Regel schief, da sie die notwendigen Fähigkeiten eines Händlers nicht von der Pike auf gelernt hatten.

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3 Antworten auf Leidenschaft Devisenhandel

  1. Heiko sagt:

    Wo findet man heute diese Händler die einem dieses Wissen beibringen?

    • admin sagt:

      Investmentbanken zum Beispiel, diese haben Händler für verschiedene Bereiche beschäftigt. Dazu zählen unter anderem Goldman Sachs, J.P. Morgan…..
      Dabei ist zu unterscheiden zwischen dem Handel mit physischen Waren (zum Beispiel Öl) oder dem reinen Handel an den Börsen. Letzteres ist auch für private Anleger möglich.
      Die Firma Glencore (Rohstoffhandel) gibt es auch heute noch.
      http://de.wikipedia.org/wiki/Glencore

  2. Oli sagt:

    Inspirierender Beitrag.Habe einige gute Gedankenanstoesse bekommen. Warte auf weitere Beiträge.

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