Die Geldanlage


Die Geldanlage bedarf einer genauen Überlegung was man persönlich erreichen möchte. Das erste wichtige Entscheidungskriterium ist die Anlagedauer. Wie oft hört man jemand stolz berichten, dass er einen bestimmten Zinssatz erhält ohne dabei die Anlagedauer zu erwähnen. Machen wir uns nichts vor, die Inflationsrate liegt aktuell bei knapp über 2 Prozent. Wer sein Geld immer wieder einmal kurz in Tagesgeld oder Festgeld anlegt, weil er flüssig bleiben möchte, hat am Ende nicht viel gekonnt, wenn überhaupt hat er gerade mal so die Inflationsrate erreicht. Bei höheren Zinssätzen knapp über der Inflationsrate ist das Geld gewöhnlich 5-10 Jahre gebunden. Hierbei reden wir über sehr lange Zeiträume wo das Geld fest gebunden ist.

Das nächste wichtige Entscheidungskriterium bei einer Geldanlage ist das Risiko. Niemand kann Ihnen diese Entscheidung abnehmen, jeder Anleger muss für sich entscheiden welches Risiko er bereit ist einzugehen. Als Pauschalregel kann man sagen: „Je höher der mögliche Gewinn, desto größer auch das Risiko“. Wer das geringste Risiko eingehen möchte, wird sein Geld auf das Sparbuch packen, in Festgeld anlegen oder Bundesanleihen kaufen. Wenn Sie bei einer Bank einen Beratungstermin für ihre Geldanlage wahrnehmen, wird man zuerst ihr Risikoprofil bestimmen. Oftmals findet die Unterteilung in 4 Gruppen statt. Allgemein kann man sagen, je höher die Aktienquote, desto mehr steigt das Risiko. Je geringer das Risiko, desto größer der Anteil an Staatsanleihen, wobei die Risikobewertung von Staatsanleihen seit der Schuldenkrise ebenfalls neu definiert worden ist.

Letztendlich muss man bei einer Geldanlage ganz klar entscheiden ob man das Geld selbst anlegen, oder verwalten lassen möchte. Der direkteste Weg der Fremdverwaltung ist ein gemanagter Fond. Wer größere Anlagevermögen hat, kann auch einen Vermögensverwalter beauftragen. Bei einer Fremdverwaltung ist jedoch höchste Vorsicht geboten. Sie müssen sich nämlich absolut im Klaren darüber sein, dass Sie die Entscheidung über ihr Kapital über ihre Geldanlage einem Dritten überlassen. Es gibt einige sehr gute Fonds sowie auch sehr gute Vermögensverwalter. Am Besten ist es wenn man sich selbst etwas auskennt und die Anlageentscheidungen auch überwachen kann.

Kommen wir nun zum Königsweg der Geldanlage. Wer sich auskennt, kann Chancen wahrnehmen wenn diese entstehen. Hier wird auch der Hauptunterschied zur passiven Geldanlage deutlich. Wer passiv anlegt bestimmt den Zeitpunkt der Investition primär, wenn er das Geld zur Verfügung hat. Wer aktiv anlegt, bestimmt den Zeitpunkt anhand der Möglichkeiten, das Anlagekapital ist eine Grundvoraussetzung oder wird beschafft. Die Geldbeschaffung kann auch in Form eines Hebels stattfinden. Hierbei reichen kleine Summen aus, um ein Vielfaches an Kapital im Markt zu platzieren.

Wer aktiv handelt und sich ein bisschen interessiert, hat fast unbegrenzte Möglichkeiten. Über eine einzige Handelsplattform können heute Aktien, Rohstoffe, Währungen und selbst Optionen gehandelt werden. Die Geldanlage kann dabei zum interessantesten Hobby überhaupt werden.

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Die Kaufkraftparität – KKP


Die Kaufkraftparität ist ein nicht unerheblicher fundamentaler Einfluss für die Devisenkurse. Die Kaufkraftparität beruht auf dem Gesetz der einheitlichen Preise. Das bedeutet, dass ein Produkt hierzulande genauso viel kosten sollte, wie das gleiche Produkt in einem anderen Teil der Welt. Ist dies nicht der Fall, herrscht ein Ungleichgewicht. Man geht davon aus, dass dieses Ungleichgewicht früher oder später durch das Gesetz von Angebot und Nachfrage automatisch ausgeglichen wird.

Kauft man zum Beispiel in Deutschland eine Ware im Gegenwert von 100 Euro und bekommt die gleiche Ware in der Schweiz zu einem Preis von 90 Euro, so scheint es für Kaufleute rentabel zu sein, die entsprechende Ware in der Schweiz zu kaufen und in Deutschland zu verkaufen. Der Profit wäre für den Kaufmann also bedeutend höher. Da dies die Konkurrenten ebenfalls schnell mitbekommen und diesen Vorteil für sich nutzen möchten, wird die Nachfrage in der Schweiz steigen und damit auch die Preise. Da die Ware in der Schweiz mit dem Schweizer Franken bezahlt werden muss, wird auch automatisch die Nachfrage nach dem Franken anziehen. Infolge einer erhöhten Nachfrage wird der Schweizer Franken letztendlich aufwerten.

Die Kaufkraftparität wird für sämtliche Währungen erstellt. Ein Währungspaar kann dann, nach der Kaufkraftparität überbewertet, unterbewertet oder fair bewertet sein. Doch die Wechselkurse richten sich nicht nur nach der Kaufkraftparität. Der Schweizer Franken ist dafür ein gutes Beispiel. Zum Zeitpunkt des Schreibens, liegt der faire Wert beim Währungspaar  EUR-CHF bei 1,2280. Dennoch hat die Schweizer Nationalbank große Mühe den Wechselkurs über 1,2000 zu halten. Aufgrund der Risiken in der Eurozone suchen viele Marktteilnehmer die Sicherheit im Schweizer Franken. Dieser Geldzufluss in die Schweiz lässt die Währung massiv aufwerten. Also obwohl der faire Wert nach der Kaufkraftparität über dem aktuellen Wechselkurs liegt, haben die Marktteilnehmer aktuell kein Interesse, die Sicherheit des Schweizer Frankens aufzugeben.

Weiterhin darf man nicht vergessen, dass ein internationaler Vergleich von Gütern nicht immer so einfach ist wie bei einem Hamburger von McDonald´s, der weltweit die gleiche Qualität haben sollte. Wie sieht es zum Beispiel mit Bier oder Produkten aus der Baubranche aus? Dort gibt es erhebliche Qualitätsunterschiede, die einen Vergleich extrem schwierig machen. Dies ist eine Schwachstelle bei der Ermittlung der Kaufkraftparität.

Wie wird diese eigentlich erfasst? Dieser Vorgang ist sehr einfach. Man nimmt ein Produkt, wie zum Beispiel einen Apfel und bestimmt den Wert in Euro, danach tauscht man den Eurowert mit Hilfe des aktuellen Wechselkurses in eine andere Währung, wie zum Beispiel Schweizer Franken. Dann schaut man, ob man mit diesem Wert (in Schweizer Franken) in der Schweiz einen Apfel der gleichen Sorte kaufen kann. Ist dies der Fall, besteht ein faires Verhältnis.

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CFD Definition | CFD´s handeln


Immer mehr Online-Broker bieten den Handel mit CFDs an. Was taugen diese  Finanzinstrumente und für wen sind diese geeignet?

CFDs steht für „Contracts for Difference” was übersetzt Differenzkontrakte oder auch Differenzgeschäfte bedeutet. Die Handhabung dieser Produkte ist sehr einfach, der Handel ist in beide Richtungen möglich und es kann wie beim Devisenhandel ein Hebel verwendet werden.

Die CFDs wurden in den 1980er Jahren von britischen Aktienhändlern entwickelt und verbreiten sich seit dem Computerhandel rasend schnell. Das ursprüngliche Ziel dieser CFDs war es die Aktientransaktionssteuer zu umgehen. Wer heute mit CFDs handelt tut dies hauptsächlich aufgrund der geringen Margin-Anforderung, sowie der geringen Kosten.

Es gibt CFDs für einzelne Aktien, für Aktienindizes, für Rohstoffindizes und was auch immer kreiert wird. Kauft man zum Beispiel ein Aktienpaket, so ist die gesamte investierte Summe in Aktien gebunden, dazu kommen die Nebenkosten. Das ist der klassische Aktienkauf über eine Bank. Möchte man auf die gleichen Aktien oder Aktienindizes spekulieren wie zum Beispiel den Dax, so kann man auch ein CFD kaufen sowie verkaufen. Der einzige Nachteil besteht darin, dass man die Aktien nicht wirklich besitzt, denn es findet nur eine reine Spekulation auf den Kurs der Aktie oder des Indizes statt. Die Vorteile des CFDs liegen in der Hebelwirkung, was bedeutet, dass man zum Beispiel mit nur 1.000 Euro eine Spekulation auf ein Aktienpaket im Wert von 10.000 Euro betreiben kann und das in beide Richtungen. Zudem ist der Kauf und Verkauf eines CFDs mit geringen Kosten behaftet als der klassische Aktienkauf. Steigen die Aktienkurse zum Beispiel 10 % an, kann der Gewinn mit einem CFD 100 % betragen, wenn man einen Hebel von 10 verwendet hat. Natürlich können die Verluste ebenfalls überproportional dem Hebel entsprechend ansteigen. Fallen die Aktienkurse um 10 % ist das Kapital bei einem Hebel von 10 komplett vernichtet worden. Wenn man ein CDF kauft bzw. verkauft und keinen Hebel verwendet, kann man auch genauso gut eine Aktie kaufen bzw. leerverkaufen. Wer eine Hebelwirkung einsetzen und eine reine Spekulation durchführen möchte, für den sind CFDs ein hervorragendes Instrument.

Was kann man mit einem CFD alles tun?

Ein CFD eignet sich zum Beispiel hervorragend um auf fallende Aktienkurse zu spekulieren, auch hierbei kann ein Hebel eingesetzt werden.

Ein CFD kann genutzt werden um auf ganze Indizes zu spekulieren, wie zum Beispiel einen steigenden /fallenden Dax, S&P 500 oder Dow Jones. Es gibt auch CFDs auf den Öl, Gold, Silber oder Weizenpreis.

Ein CFD kann auch dazu verwendet werden um einen Hedge einzugehen. Wenn ein Trader zum Beispiel eine Long Position beim Australischen Dollar hält und die nächsten Tage mit einem Rücksetzer rechnet, könnte er ein CFD des Dow-Jones verkaufen.

Der Broker Oanda bietet zum Beispiel den Handel mit CFDs an: http://fxtrade.oanda.co.uk/lang/de/trade-forex/fxtrade/cfd-trading/

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